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Froschklasse -


Glücklicher Oberfrosch :-)

Ich muss es einfach einmal loswerden: ALLE FRÖSCHE LESEN, die Hausaufgaben-Wochenpläne werden überwiegend “perfekt” bearbeitet, es gibt täglich neue Geschichten, Regeln sind anerkannt, usw.

Natürlich gibt es jeden Tag noch viel zu lernen und Regeln müssen immer wieder wiederholt werden, manchmal muss es auch Sanktionen geben … ABER: Die Frösche haben sich gefunden -WIR sind nun die Froschklasse!

Das Lerntagebuch gab heute im Kreis den Anstoß zu “Was mir nicht gefällt – Gesprächen”, oft sind es persönliche Probleme der Schüler untereinander. Nun könnte man meinen, diese Probleme haben im Unterricht nichts zu suchen, es mag sogar Stimmen geben, die sagen, ich verschwende damit kostbare Unterrichtszeit – das sehe ich anders: Ein Kind kann nur “optimale” Leistungen erbringen, wenn es sich wohlfühlt in der Gemeinschaft. Die Zeit, die ich jetzt “opfere”, wird mir mehrfach zukünftig zurück gegeben, wenn die Kinder in einer für sie angenehmen Atmosphäre arbeiten können, wenn sie sich mit ihren Gefühlen ernst genommen meinen, wenn sie ihr Unbehagen äußern können.

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Info:
Glücklicher Oberfrosch :-) ist Beitrag Nr. 439
Autor:
stro.stro am 9. Februar 2010 um 00:37
Kategorie:
Allgemein
Tags:
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5 Kommentare »

  1. Birgit Kuhnert

    Ein Kind kann nur “optimale” Leistungen erbringen, wenn es sich wohlfühlt in der Gemeinschaft.

    Dem kann ich nur zustimmen – bitte weitermachen.
    Es sollte eigentlich zum Unterrichts-Standard gehören über Probleme – auch und vor allem zwischenmenschliche – zu reden. Oft fragen sich Eltern dann, warum will mein Kind nicht zur Schule. Leider kommt die soziale Seite an vielen Schulen zu kurz, was sich dann im späteren Leben bemerkbar macht.

    #1 Kommentar vom 11. Februar 2010 um 13:06

  2. stro.stro

    Danke für die positive Rückmeldung!

    #2 Kommentar vom 11. Februar 2010 um 20:48

  3. Ines Schneider

    Liebe Frau Strouhal,

    ist es nicht seltsam, dass Sie das Gefühl haben, sich sofort gegenüber eventuellen kritischen Stimmen rechtfertigen zu müssen? Alle beschweren sich über die Oberflächlichkeit unserer Gesellschaft, dass verlernt wurde, zuzuhören, den Menschen dahinter zu sehen mit seinen Besonder- und Eigenheiten, nicht nur eine Nummer zu sein, dass verlernt wurde mal innezuhalten und zu reflektieren. Genau das machen Sie. Und das lernen auch die Kinder. Vor allem ermutigt zu werden, den Mund bei Bauchschmerzen aufzumachen, weil sich das Ergebnis positiv entwickeln kann und alle was davon haben. Danke. Ines Schneider

    #3 Kommentar vom 12. Februar 2010 um 09:24

  4. stro.stro

    Es geht mir dabei gar nicht um eventuelle kritische Stimmen, ich habe jedenfalls in der letzten Zeit keine vernommen ;-) … aber es geht mir schon um eine Rechtfertigung für bestimmte pädagogische Entscheidungen.
    Ich möchte der Elternschaft meiner Klasse mein pädagogisches Konzept offenlegen und näher bringen, sei es nun die konsequente Arbeit mit dem Grundwortschatz, die Arbeit mit Lernwerkstätten, das tägliche Ritual des Erzählkreises, die Würdigung der Kinderarbeiten (Geschichten, Bilder) usw.

    Deshalb wird es auch später, wenn die Kinder selbst den Weblog gestalten, immer wieder zu Erläuterungen bezüglich meiner Arbeit durch mich kommen. Dabei bin ich für Fragen, Anregungen aber auch kritische Stimmen offen – und durchaus lernfähig :-) .

    Z.B. ergab sich beim Elternsprechtag mit einem Elternpaar durch Zufall ein Gespräch über das Sprachmaterial von Maria Montessori. Mir hat es keine Ruhe gelassen, ich habe ein wenig recherchiert und bin auf ein ganz tolles Buch gestoßen, welches mir einen völlig neuen, anderen Weg zum Vermitteln von Wortarten aufzeigt. Da mir das dahinter stehende Konzept gefällt, werden die Frösche die ersten sein, die in den “Genuss” von Montessori-Material im Bereich Sprache kommen, in der Hoffnung das sie einen wirklichen Bezug aufbauen und ihnen das Erlernen der Wortarten (Nomen, Verben, Adjektive, Artikel und Pronomen) leichter fällt. Natürlich muss anschließend eine Evaluation erfolgen und danach die Entscheidung, ob dieser Weg ein auf Dauer gangbarer ist.

    Jetzt habe ich schon so viel geschrieben und eigentlich wollte ich ja nur sagen, dass es mir wichtig ist, dass die Eltern, die mir tagtäglich ihre Kinder anvertrauen, wissen, warum ich manche Dinge tue :-) .
    Es ist natürlich eine absolut glückliche Fügung, wenn die Eltern das dann auch noch gut finden!

    Ein schönes Faschingswochenende wünsche ich allen Fröschen und ihren Familien!

    #4 Kommentar vom 13. Februar 2010 um 16:18

  5. Ines Schneider

    Liebe Frau Strouhal,

    was mir bei Ihnen gefällt: die Kinder lernen spielerisch und teilweise wird ihnen das gar nicht bewusst, sondern sie haben jede Menge Spaß dabei. Nicht stumpf 20x das Wort “Huhn” zu schreiben, wie ich das noch gelernt habe, sondern die Kinder im Rahmen einer Werkstatt die Worte erarbeiten zu lassen. Nach welchem Konzept Sie dabei jeweils vorgehen, ist im Grunde zweitrangig, wenn Sie davon überzeugt sind, es Ihnen Spaß macht und Sie auch Neuem offen gegenüber stehen. Aber es steckt natürlich jede Menge Arbeit dahinter und da will ich an dieser Stelle meine Anerkennung aussprechen. Ich habe übrigens nochmal aussortierte Weihnachtskarten, haben Sie Interesse? Einen schönen Tag noch, Ines Schneidet

    #5 Kommentar vom 17. Februar 2010 um 12:50

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